Probleme bei der Switch-Produktion: Nintendo kann nicht genug Konsolen bereitstellen

Stand: 04.11.2021 14:02 Uhr

Ein weltweiter Mangel an Chips bremst Nintendo: Switch-Hersteller für Spielekonsolen können mit der Produktion nicht Schritt halten. Hunderttausende Geräte können im Weihnachtsgeschäft fehlen.

Ihre Wünsche für die Nintendo Switch-Spielkonsole zu Weihnachten werden möglicherweise nicht wahr. Japanische Unterhaltungsunternehmen gehen nicht davon aus, dass sie aufgrund der anhaltenden Knappheit an Chips und elektronischen Komponenten genügend Konsolen für alle potenziellen Käufer produzieren können. Nintendo-Chef Shuntaro Furukawa sagte: „Wir können nicht genug produzieren, um die Nachfrage zu decken, die wir für die kommende Weihnachtszeit erwarten.“

Spielespezialisten gehen davon aus, dass für das im März endende Geschäftsjahr 24 Millionen Einheiten statt bisher 25,5 Millionen Einheiten verkauft werden. Derzeit gebe es keine Anzeichen dafür, dass sich die Engpässe bei Komponenten entspannt haben, sagte Furukawa. Er leugnete nicht, dass sein Unternehmen seine Absatzprognosen weiter senken könnte, sollte sich die Lage verschlechtern.

Auch der Wettbewerb ist betroffen

Die 2017 eingeführte Switch war letztes Jahr die meistverkaufte Spielekonsole. Über 20 Millionen Geräte haben Käufer gefunden. In den letzten sechs Monaten, die im September endeten, sind die Weichenverkäufe jedoch bereits deutlich zurückgegangen. Auf dem Höhepunkt der Pandemie sank diese Zahl von 12,5 Millionen im Vorjahr auf 8,3 Millionen. Dennoch hält Nintendo an den Verkaufsprognosen fest, die vor allem durch das neue Switch-Modell erreicht werden sollen, das ab Oktober erhältlich sein wird. Für das Gesamtjahr rechnet Nintendo mit einem Umsatz von 12 Milliarden Euro.

Dieses Modell hat einen etwas größeren Bildschirm, mehr Speicher, bessere Lautsprecher und eine neue Dockingstation. Das Display arbeitet zudem mit der sogenannten OLED-Technologie, die kontrastreichere Bilder statt herkömmlicher LCD-Panels ermöglicht. Experten kritisieren jedoch immer wieder die begrenzte Spielvielfalt von Nintendo.

Nintendos Rivalen auf dem Spielemarkt, Sony mit der PlayStation und Microsoft mit der Xbox, leiden derzeit unter Chipmangel. Konsolen der neuen Generation können selbst Monate nach ihrer Veröffentlichung schwer zu bekommen sein.

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