Kein Spiel in Peking ohne Impfung – SWR Sport


Wer nicht geimpft ist, muss in Quarantäne. Diese Regel gilt für alle Sportler, die im Februar an den Olympischen Winterspielen in Peking teilnehmen wollen. Praktisch ist dies ein Impflicht für alle olympischen Athleten.

Der Fall Joshua Kimmich zeigt, dass Leistungssportler die Gesellschaft widerspiegeln. Auch unter den Profifußballern gibt es Impfskeptiker. Fußballspieler können es sich leisten, weil sie ihren Job noch machen können. Auf der anderen Seite haben Athleten, die an den Olympischen Spielen teilnehmen, nur wenige Möglichkeiten. Bei den Olympischen Spielen in Peking, die am 4. Februar beginnen, sehen die Regeln für Ungeimpfte eine Quarantäne für drei Wochen nach der Ankunft vor.

Quarantäne statt Wettkampfvorbereitung

Dies wird die unmittelbare Vorbereitung des Wettkampfes ernsthaft stören, und Athleten, die ihren Wettkampf bestmöglich beginnen wollen, können es sich nicht leisten. Drei Wochen Faulheit in einem Quarantänehotel beeinträchtigen die körperliche Leistungsfähigkeit und vor allem die geistige. In diesem Fall wird die beste Leistung nicht erreicht. Das weiß auch Stephan Laie, der sich für den Schwarzwald entschieden hat und sich offenbar selbst geimpft hat.

Alle Olympiastarter wie Skispringer sind schon lange geimpft

Für ihn und andere Skispringer war schon früh klar: Sie werden geimpft. Bundestrainer Stephanhorngacher, der in Titisee-Neustadt lebt, gab im Oktober bekannt, dass er schon etwas zögerlich war. Alle Skispringer sind geimpft.

„Kann man das sagen? In einem normalen Unternehmen kann man seine Mitarbeiter nicht fragen, ob sie geimpft sind. Wir sind alle schon lange geimpft, das Thema ist vorbei eine dritte Impfung zu bekommen.“

Wer die beste Leistung will, darf nicht 21 Tage unter Quarantäne gestellt werden

Kein Wunder also, dass die Impfrate bei Olympia-Athleten hoch ist. Die Mehrheit der deutschen Olympiateilnehmer sei bereits vollständig geimpft, so Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport des Deutschen Olympischen Sportbundes. Der Deutsche Eishockey-Bund hat als einer der ersten Verbände bekannt gegeben, dass jeder, der nach Peking zur deutschen Rudeljagd gehen will, dies nur mit einer Impfung tun kann.

Die deutsche Eishockeymannschaft für die Olympischen Spiele in Peking besteht aus vollständig geimpften Sportlern. Der Deutsche Eishockey-Bund will Anreize zu den Nominierungskriterien „Impfung“ setzen.

„Im deutschen Rechtsrahmen gibt es keine Impfpflicht, daher haben wir uns von Anfang an auf eine aktive Kommunikation zu diesem Thema konzentriert, um positive Anreize zu setzen“, sagte der DEB-Sportdirektor Christian Künast.

Wir wissen, was Sportler antreibt, wer weiß und wie viel Druck sie haben. Die Olympiade, die nur alle vier Jahre stattfindet, zu verpassen, ist nicht nur eine Karrierechance und Chance. Die Olympischen Spiele sind das Ziel, von dem die meisten Sportler ihr Leben lang geträumt haben. Dafür muss man einiges in Kauf nehmen – im Zweifelsfall eine Impfung.



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